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15.10.2018

Sturmtief Fabienne und seine Folgen

Zersplitterte Baumstämme, aufgerissene Waldböden und durchlöcherte Dächer von Gebäuden prägen seit dem 23. September 2018 das Bild rund um die Gemeinde Dreba und das angrenzende Teichgebiet.

Sturmtief Fabienne hat auf seiner zerstörerischen Route durch Deutschland mit heftigem Regen und starken Orkanböen erheblichen Schaden hinterlassen. Auf seinem Weg lagen auch die Gemeinde Dreba und der Campingplatz Dreba sowie die Jugendherberge am Hausteich bei Plothen. 

In nur wenigen Minuten blieb nichts mehr wie es war. Alte Bäume wurden entwurzelt, große Äste abgerissen und Dächer abgedeckt. Der Ort, der durch seinen alten Baumbestand bestach, hat ein anderes Erscheinungsbild bekommen. Eine private Wetterstation am Bahnhof in Dreba maß eine Windgeschwindigkeit von 160 km/h. Gartenmöbel, Gewächshäuser und Spielgeräte wurden zerstört oder sind spurlos verschwunden, doch zum Glück ist niemand verletzt worden. Ein Ereignis wie Sturmtief Fabienne hat es in der Geschichte Drebas noch nicht gegeben. Die Besonnenheit und Verantwortung füreinander im Ort, aber auch Hilfe von außen haben es möglich gemacht, zeitnah die Schäden zu analysieren und erste Aufräumarbeiten zu koordinieren. Die freiwilligen Feuerwehren Knau, Plothen und Neustadt an der Orla waren unmittelbar nach dem Sturm vor Ort in der Gemeinde und unterstützten die freiwillige Feuerwehr Dreba bei den ersten Bergungsarbeiten. 

Der Ort Dreba hat sich verändert, doch auch ein großer Teil der Wälder und vor allem der Campingplatz im Teichgebiet haben erhebliche Schäden davon getragen. Jochen Köhler, Vorsitzender des Campingvereins Himmelsteiche, ist froh, dass keine Kurzzeitcamper oder Touristen mehr vor Ort waren und niemand verletzt wurde. Er berichtete, dass die Personen, die zum Zeitpunkt des Sturms am Sonntagabend gegen 18 Uhr auf dem Platz waren, Schutz in den Bungalows suchten und zum Teil von umgestürzten Bäumen und großen Baumteilen eingeschlossen wurden. Gasgrills und Trampoline seien durch die Luft geflogen, und eine Vielzahl von Gebäuden sei zerstört oder beschädigt worden. So eine Naturgewalt wurde auf dem Campingplatz in dieser Form noch nie erlebt. Bäume sind in Massen entwurzelt oder in der Mitte abgebrochen. Die oberen Teile flogen laut Augenzeugen teilweise 20 bis 30 Meter weit. Wohnwagen lagen auf dem Dach, und Zelte sahen aus wie ein Knäul. Die ersten durch das Platzwart-Ehepaar Renate und Peter Fuhrmann koordinierten Aufräumarbeiten der einzigen Zufahrtsstraße zum Campingplatz, die durch Baumteile blockiert war, verliefen ebenso erschwert durch Stromausfall, fehlendes Fest- und Mobilnetz wie die Bergungsarbeiten bei den Bungalows und Wohnwagen. Bis in die Nacht bei völliger Finsternis waren die Einsatzkräfte und Helfer beschäftigt, bis alle Hauptwege frei waren.

Petra Herzog und Jochen Köhler danken allen, die in dieser Nacht und auch an den folgenden Tagen geholfen haben, die Sturmschäden in der Gemeinde Dreba, im Teichgebiet und auf dem Campingplatz zu beseitigen. „Wir waren sehr erfreut über die umgehenden Hilfsangebote von der Freiwilligen Feuerwehr Moßbach, Gästen des Zeltplatzes und Handwerkern.“, betonte Jochen Köhler. Auch in Dreba waren rasch helfende Hände und technische Geräte im Einsatz. Die Gemeinde Dreba spricht besonders Revierförster Iro Lange und dem Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Frank Weise ihren Dank aus. Die beiden waren unermüdlich und fast ständig vor Ort. Doch auch den Feuerwehren von Dreba, Neustadt, Knau und Plothen, die am Sonntagabend Wege und Straßen freigeräumt und Dächer gesichert haben, wird für ihre unermüdliche Arbeit hohe Anerkennung gezollt, ebenso wie der Nachbargemeinde Knau, die Dreba einen weiteren Tag ihre Gemeindearbeiter mit Technik zur Verfügung stellte.

 

Trotz der Verwüstung um sie herum blickt Petra Herzog optimistisch in die Zukunft ihrer Gemeinde. „Es wird noch einige Zeit brauchen, um alle Schäden zu räumen, und noch viel länger wird es dauern, bis die Schäden nicht mehr offensichtlich sind, doch wir lassen uns nicht unterkriegen.“



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